Jah Schulz

Dub, die watteweiche Parallelwelt zu schnell treibendem Reggae und hochfrequenten Stepper-Sounds, fasziniert Michael Fiedler seit rund 25 Jahren. Deren Markenzeichen, erdige Grooves, sphärische Synthesizer-Flächen, sich überlagernde Klangräume und Effekte, finden sich auch in den Stücken wieder, die der Stuttgarter Musiker und Live-Act Fiedler seit bald 15 Jahren produziert.

Anfang der Nullerjahre war Fiedler, zu dessen Vorbildern Musiker wie Adrian Sherwood und Mad Professor gehören, vor allem unter dem Namen Tokyo Tower unterwegs. 2003 veröffentlichte er seine erste Vinylsingle, die EP „Unprejudiced“. 2005 folgte das Debütalbum „The Meaning“, für das er unter anderem mit dem Rapper Flowin‘ Immo ins Studio ging. In der Folge remixte Fiedler unter anderem die Elektropop-Band 2Raumwohnung („Ich bin der Regen“), ging mit ihr im März 2007 auch auf Konzerttour und teilte sich die Bühne unter anderem auch mit Jan Delay, Daddy Freddy und Seeed.

Seine Musik spielt Fiedler, der sich inzwischen Jah Schulz nennt, stets live. Seine Sets baut er aus Loops und kurzen Patterns auf, die er mit Hilfe von Sequenzern arrangiert, ineinander mixt und mit Echtzeit-Effekten verfremdet. Keine Session klingt gleich, mitunter tritt der Jam-Charakter in den Vordergrund. An diesem Dienstag spielt er im Dubwohnzimmer im White Rabbit Club. Musikalische Unterstützung vor und nach seinem Live-Set bekommt er von Selectah Easy T Jam.